Erfahrungsbericht Adolf-Reichwein-Schule Langen

Erfahrungsbericht zum Robotersystem
LEGO® MINDSTORMS® Education EV3 an der Adolf Reichwein Schule Langen

Die Lego-Mindstorms-Systeme NXT und EV3 werden seit über fünf Jahren an der ARS zu unterrichtsdienlichen Zwecken verwendet. Anfangs erfolgte dies im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts. Um die Motivation der Schüler zu steigern, wurde der Wahlpflichtunterricht durch eine AG ersetzt, bei der die Teilnahme freiwillig ist. Seit 3,5 Jahren leite ich nun diese AG. Das Interesse der Schüler an den Systemen ist sehr groß. Mittlerweile gibt es deshalb sogar zwei dieser AG-Gruppen. Kommenden Januar nehmen wir zum vierten Mal am Regionalentscheid der FLL teil, sogar mit beiden Gruppen. Die Vorbereitungen für den Wettbewerb haben in der AG-Zeit (zwei Schulstunden nachmittags) einen hohen Stellenwert.

Die Arbeit mit den Systemen ist für fast alle Schüler intuitiv. Der Grundaufbau der entsprechenden Software-Lösungen wird schnell verstanden. Eine Gruppe ist jetzt dazu über gegangen die Programme mit Python zu schreiben. Offenbar klappt es so gut, dass sie für den Regionalwettbewerb alle Programme damit schreiben wollen. Das Material übt allgemein eine starke Faszination auf die Schüler aus, es gibt eine enorme intrinsische Motivation. Viele Schüler verbringen auch ihrer Freizeit viel Zeit mit den Roboter-Systemen.

Schwieriger fällt den Schülern nachvollziehbarer Weise die Konstruktion geeigneter Aufsätze, um beispielsweise die Spielfeld-Aufgaben der FLL zu lösen. Hierzu benötigen die Schüler viel Inspiration von Anderen. Dank großer Video-Stream-Portale gelingen so trotzdem beeindruckende Aufsätze. Schöner wäre es jedoch, wenn die Schüler ein breiteres Repertoire an Mechanik-Lösungen parat hätten.

Technische Hürden gibt es wenige. Ärgerlich ist bei den älteren NXT-Systemen jedoch, dass die Akkus schnell „schlapp“ machen und ein Austausch oft mit der teilweisen Dekonstruktion des Roboters verbunden ist. Ich denke daher über die Anschaffung von ein paar Sätzen AA-Akkus nach. Die übrigen technischen Schwierigkeiten haben nur mit unserer Computer-Ausstattung zu tun. Schade ist, dass die Reifen der alten Systeme oft nicht mehr ganz rund laufen, so dass der Roboter nicht geradeaus fährt, wenn er geradeaus fahren soll.

Die Sensoren kommen insgesamt wenig zum Einsatz. Bei den Robotern, die FLL-Aufgaben fahren sollen, sind häufig nur Licht- und Gyrosensoren verbaut, um möglichst exaktes Navigieren auf dem Spielfeld zu ermöglichen. Tast-, Sound- und Ultraschallsensor werden häufig nur aus didaktischen Gründen eingesetzt, da ihre Funktionsweise besser nachvollzogen werden kann. Gut finde ich persönlich, dass das neue Systeme teilweise abwärtskompatibel zum alten ist.

Marc Oettinghaus, Leiter der Lego Mindstorms AG

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